Yoga
Schweiz Suisse Svizzera
Yoga
Schweiz ist eine politisch und konfessionell neutrale Vereinigung
von Yoga-Praktizierenden und Yogalehrenden. Sie hat zum Ziel,
Yoga in der Schweiz zu fördern.
Qualitative Ausrichtung
Als
Berufsverband ist Yoga Schweiz eine Garantin für die Fachkompetenz
ihrer Yogalehrenden und deren Lehrtätigkeit. Yoga Schweiz
verlangt von seinen Yogalehrenden, dass sie nach den Bestimmungen
der Europäischen Yogaunion (EYU) eine vierjährige
Ausbildung absolvieren. Yoga Schweiz erteilt aufgrund einer
Prüfung ein Yogalehrerdiplom, welches die Inhaber über
gründliche Kenntnisse in Technik und Praxis des Yoga, in
Philosophie, Pädagogik, Psychologie, Anatomie und Physiologie
und entsprechende praktische Lehrfähigkeiten ausweist.
Yogarichtungen
Yoga
Schweiz ist sich der Vielfalt der Yogawege bewusst. Alle Yogawege
haben ihre spezifischen Prägungen und Qualitäten.
Sie unterstützt deshalb den Dialog und den Erfahrungsaustausch
zwischen den verschiedenen Traditionen. Hatha-Yoga ist im Westen
besonders verbreitet und bietet insbesondere Körper-, Atem-,
Entspannungs-, Konzentrations-, und Meditationsübungen.
Diese Übungen dienen der Förderung der Gesundheit,
des Konzentrationsvermögens und der inneren Harmonie.
Ethische Ausrichtung
Die
berufsethischen Hinweise des Berufsverbandes Yoga Schweiz schaffen
einen Bezugsrahmen, an dem sich die Yogalehrenden orientieren
können. Den Yogalehrenden stehen in den alten Schriften
viele ethische Anhaltspunkte zur Verfügung, welche für
ihr Verhalten und ihr Handeln richtungsweisend sein können.
Im Speziellen weisen wir auf die "Yamas" (Verhalten
gegenüber der Welt) und die "Njyamas" (Verhalten
gegenüber sich selbst) im Yoga-Sutra von Patanjali hin.
Dabei scheinen uns vor allem folgende Aspekte von zentraler
Bedeutung: Verantwortlichkeit, Respekt vor dem Andern, Toleranz,
achtsames Handeln und Unvoreingenommenheit.
Berufliche Ausrichtung
Yoga
hat zum Ziel, bei den Yoga-Praktizierenden ihr kreatives Potenzial
zu wecken und sie zur Selbstverantwortung und Selbstbestimmung
zu führen. Die Yogalehrenden gestalten den Unterricht in
diesem Sinne. Im Rahmen des Unterrichts respektieren die Yogalehrenden
die Grenzen der Yoga-Praktizierenden. Sie vermeiden Abhängigkeitsverhältnisse.
Sie sind Lernberater und Lernbegleiter.
Die
Yogalehrenden nehmen nach bestem Wissen und Gewissen die Verantwortung
vor allem für folgende Bereiche wahr:
•Die teilnehmerbezogene
Vermittlung gesundheitsfördernder, yogischer Übungsformen
und Verhaltensweisen
•Das Aufzeigen
von Wegen, welche die Bewusstheit fördern und Körper,
Geist und Seele in Harmonie bringen
•Das Aufzeigen
von Möglichkeiten zur geistig-spirituellen Entwicklung
Zur
Erfüllung ihrer Aufgaben bemühen sich die Yogalehrenden,
im Sinne einer "éducation permanente", ihre
Lehrkompetenzen zu erhalten und auszuweiten, damit ihr Unterricht
eine optimale Gestaltung erfährt.
Die
Yogalehrenden übernehmen auch die Verantwortung, um Yoga-Praktizierende
mit physischen oder psychischen Beschwerden auf geeignete Institutionen
und/oder kompetente (ärztliche und medizinische) Spezialisten
zu verweisen.
Die Yoga-Praktizierenden werden klar über die finanziellen Bedingungen im Kursangebot orientiert: Die Preisgestaltung erfolgt im Rahmen der geltenden Ansätze.
Yoga
Schweiz erwartet von den Ausbildungsschulen, dass sie ihre Ausbildungen
und Weiterbildungen im Rahmen der hier dargelegten Grundgedanken
gestalten.
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